Bettina Gies, Geografin, Kulturökologin und Geschichtenerzählerin

Porträt Bettina Gies.

Bettina Gies. Foto: Schola Rheni

„Wir bespielen mit Hildegard von Bingens „Tanz der Kräfte“ den gesamten Raum der Wallfahrtskirche in Eibingen. Der Zuschauer soll das Gefühl haben, selbst Teil des Geschehens zu sein.“ Bettina Gies, Spielleiterin der Schola Rheni, steht zwischen Kisten mit frisch geernteten Äpfeln in ihrer Wiesbadener Wohnung und kocht uns erstmal einen schönen heißen Tee. Ich fröstle, denn ich habe mich von der Sonne täuschen lassen und bin zu sommerlich angezogen. Dann machen wir es uns im Wohnzimmer gemütlich. Die Gastgeberin borgt mir eine warme Decke und erklärt mir das Mysterienspiel, seine Entstehung und ihren eigenen Weg zum Spiel.

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#mein_Sommer

Eine Burg im Weinberg.

Die Burg Rheinstein gegenüber von Assmannshausen. Foto: Clia

#mein_Sommer (so der Name einer Blogparade vom Wiesbadener Netzwerk Ariadne zu der dieser Text gehört) fand hauptsächlich im Rheingau statt. Dort habe ich in den Ferien nicht nur lange Wanderungen und Spaziergänge gemacht, sondern auch ein Mysterienspiel gesehen. Weiterlesen

Dem Himmel so nah – Landschaftsmeditation im Garten der heiligen Hildegard

Blick in eine weite Landschaft.

Unterm Wolkendach. Blick aus dem Garten der Abtei St. Hildegard nach Ingelheim und Mainz. Foto: Clia

Vor ein paar Tagen hab ich im Garten der  heiligen Hildegard in Eibingen gesessen. Von der Abtei im Rheingau hat man einen traumhaften Blick in die Ferne. Hügel, Weinberge und Wälder so weit das Auge reicht. Und über dieser Landschaft der Himmel. Weit und unendlich bis zu dem Punkt an dem er die Erde berührt. Im Angesicht des Horizonts und dem Wissen, dass diese Landschaft schon seit tausenden von Jahren existiert, verschieben sich die Dimensionen des Alltags. Sorgen und Nöte werden ein bisschen kleiner. Ein bisschen unbedeutender. Die perfekte Ausgangssituation für eine Meditation. Weiterlesen

Kräuterweihe

Ein Blumenstrauß zwischen zwei Buddhafiguren.

Mein Strauß zur Kräuterweihe. Links eine grüne Tara, Symbol für aktives Mitgefühl und Weisheit. Rechts ein Medizinbuddha. Er soll neben Krankheiten auch die drei Geistesgifte Hass, Gier und Verblendung heilen. Foto: Clia

In katholischen Gegenden war es früher Brauch, dass die Frauen an Mariä Himmelfahrt, dem 15. August, in der Kirche einen Strauß selbstgepflückter Blumen und Kräuter segnen ließen. Anschließend nahmen sie ihren Strauß wieder mit nach Hause und hängten ihn zum Trocknen auf. Weiterlesen