Besuch einer Hexe – Luisa Francia im Frauenmuseum

Luisa Francia liest. Im Hintergrund eines es ihrer Bilder.

Luisa Francia liest im Frauenmuseum. Im Hintergund eines ihrer Bilder. Foto: Clia

Der Spiegel nannte sie einst „Deutschlands einzige ernst zu nehmende Magierin“. Luisa Francia selbst leitet das Wort Magie von I-magi-nation ab. Alles, was man tut, macht man zuerst im Kopf. Was man sich vorstellt wird wahr. Aus einem inneren Bild (I-mago) werden Handlungen und Tatsachen.

Die Besucherinnen im Frauenmuseum stellten sich Mitte April vor, Luisa würde kommen und ihr neues Buch vorstellen. Und schwupps, war sie da! (Bitte entschuldigt den Kalauer. Ich brauchte eine Überleitung. 😉 )

„Immer wenn ich nach Wiesbaden komme, gibt´s Probleme mit der Bahn,“ erzählt Luisa Francia. „Mal ist Streik, mal bleibt der Zug auf dem Weg einfach stehen, mal hat er aus anderen Gründen Verspätung.“ Doch das nimmt keiner krumm. Es gibt schlimmeres als im Frauenmuseum auf eine Künstlerin zu warten.

Ein Blick auf die Ausstellung von Cambra Skadé. Foto: Clia

Ein Blick in die Ausstellung „If you want me, I will be the One“ von Cambra Skadé. Foto: Clia

Auf vier Stockwerken sind Ausstellungen zu sehen. Wer will, kann einfach im Eingangsbereich sitzen, Kaffee trinken, Kuchen essen und die Schrättlis von Luisas Freundin Cambra Skadé bewundern. Cambras Schratenfamilie habe ich Euch hier schon im Februar vorgestellt.

Luisa Francias Bilder hängen im dritten Stock. Großformate (auch) auf Packpapier. Aber eigentlich ist die Autorin gekommen um ihr neues Buch vorzustellen. „Tiere als magische Helferwesen“.

Ein Blick auf´s Buch. Tiere als Helferwesen. Foto: Clia

Ein Blick auf´s Buch. Tiere als magische Helferwesen. Foto: Clia

Luisa begibt sich locker in den Schneidersitz, beginnt zu lesen, unterbricht sich aber immer wieder selbst. Dann klappt sie das Buch zu und geht einfach ins Erzählen über. Und kommt von den Helferwesen zum Helfen. Oder besser: zum Pflegen.

„Kaum hat man die Kinder aus dem Haus kommen die Alten,“ flachst sie. Alle, die an diesem Tag im Frauenmuseum sind, wissen, dass Luisa Francia, selber Jahrgang 1946, seit einigen Jahren ihre hochbetagte Mutter pflegt.

Und das ist kein Spaß. In ihrem Online-Tagebuch Salamandra erzählt Luisa im Moment fast täglich von den Qualen des Alters und der Mühe des Pflegens. Manchmal ist es nur schwer auszuhalten. Das Lesen und das Leben.

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