Mit Bewegung der Dunkelheit trotzen – erste Überlegungen zum Wildgans Qi-Gong

Ein Bach fließt zwischen Steinen.

Bewegung im Fluß. Foto: Clia

In der vergangenen Nacht hat die Winterzeit begonnen. Die Uhren wurden um eine Stunde zurück gedreht. Die Tage werden nun dunkler und kürzer, bis nach der Wintersonnwende in der Nacht vom 21. auf den 22. Dezember, langsam wieder das Licht zurück kehrt. Bis die Tage spürbar heller und länger werden, ist es dann schon Februar. Aus den vergangenen Jahren weiß ich (auch wenn ich dank glutenarmer Ernährung keine Depressionen mehr habe), dass ich spätestens ab Dezember träge wie eine müde Schildkröte durch die Tage krieche und vom Licht träume. So kam mir das Angebot von Texterkollegin und Qi-Gong Practicioner Snezana Galijas, ihre brandneue Wildgans-DVD zu testen, gerade recht. Wildgans ist ein Qi-Gong Stil, der aus einer Folge von 64 einzelnen Übungen besteht. Die Wildgans soll, laut Snezana, innerhalb von 10 Minuten Kraft und Ausdauer für einen ganzen Tag geben. Einziger Haken: ehe man die 64 Übungen auch tatsächlich alle machen kann, muss man sie lernen.

Ein erster Blick in die Wildgans-DVD

So sitze ich nun hier, ausgerüstet mit Snezanas Übungs-DVD und einem kleinen Info-Booklet und überlege mir, wie ich das Lernen am besten organisiere. Ich bin mittlerweile daran gewohnt, mit Videos Yoga zu üben. ABER: Yoga mache ich schon seit vielen Jahren und habe die einzelnen Übungen in ganz normalen Yoga-Klassen im „richtigen“ Leben gelernt. Ich habe keine Vorstellung davon, wie es ist, einen neuen Bewegungsablauf bei dem es auf viele Feinheiten ankommt, nur mit einem Video zu lernen. Die Choreografie des Wildgans Qi-Gong setzt sich aus 64 einzelnen Übungen zusammen, von denen jede wiederum aus mehreren einzelnen Bewegungsfolgen besteht. Da gibt es eine Menge zu lernen und zu beachten. Allerdings: nach einem ersten Blick in die Wildgans-DVD bin spontan in die Wildgans-Choreografie verliebt. Wie ein leichter, anmutiger Tanz sieht die Wildgans aus! – Vielleicht wird mich dieses Gefühl ja eine Weile tragen. Snezana empfiehlt, jeweils 4 oder 8 Übungen gleichzeitig zu lernen und ich mache ein Gedankenspiel.

Überlegungen zum sinnvollen Lernen

Da ich nicht geübt darin bin, mir schwierige Bewegungsabläufe einzuprägen (ich übe Yoga meist statisch und gehe so oft es geht wandern, treibe aber keinen „richtigen“ Sport), denke ich spontan: na, da lerne ich jeden Montag (ich habe Montags frei) 4 Übungen, wiederhole sie eine Woche lang und hänge dann die nächsten 4 Übungen daran. Mhm. Stopp. Wenn ich tatsächlich so verfahre, wird es 16 Wochen dauern, bis die Wildgans ihre gesamte Bahn fliegt. Das ist ganz schön lange. Also spinne ich weiter.

Wenn ich innerhalb der nächsten 8 Wochen jeden Montag 8 Übungen lerne, könnte die Wildgans schon zur Sonnwende eine ganze Bahn fliegen. Mhm. Stopp. Ich merke, dass mir schon allein der Gedanke, mich jede Woche durch 8 neue Übungen zu zwingen Atemnot verursacht. Ich bin, wie schon oben erwähnt, nicht geübt darin, mir Bewegungsabläufe einzuprägen. Und jetzt?

Wie wäre es, wenn ich zweimal pro Woche, 4 neue Übungen lerne? Dann hätte ich es bis zur Sonnwende auch geschafft. Aber – halt!!!!! Stopp. Wie komme ich überhaupt auf den Gedanken, dass ich die Wildgans unbedingt bis zu einem bestimmeten Zeitpunkt gelernt haben muss? Weil es gut für meinen Terminkalender ist? Weil ich gelernt habe, für alle meine Aufgaben ein Timing zu erstellen? Weil ich in einem Seminar für Zeitmanagement gehört habe, dass man effizienter arbeitet, wenn man für alles einen Zielzeitpunkt hat? Ich muss doch keine Prüfung ablegen?! Eben. Und ich will auch keinen Preis gewinnen. Ich möchte etwas für mein persönliches Wohlbefinden tun und wacher durch den Winter kommen. Vermutlich ist es schon Herausforderung genug, regelmäßig jeden Tag 10 Minuten zu üben.

Mein persönliches Lernziel

Ich entscheide mich dafür, dass ich mein persönliches Lernziel schon erreicht habe, wenn ich es einigermaßen regelmäßig schaffe, 10 Minuten lang „meine“ Übungen zu machen (also immer genau so viele, wie ich schon kann). Und wenn ich einen Punkt erreicht habe, an dem ich so weit bin, die nächsten 4 Übungen ´drauf zu packen, werde ich es schon merken. Wenn mein Gänslein erst im Frühjahr so weit ist, dass es eine ganze Bahn schafft – nun, dann ist es halt so. Hauptsache es geht mir gut damit. 🙂

Wer nicht warten möchte bis ich hier im Café Clia mehr über die Wildgans berichte, kann schon mal ins Wildgans-Blog von Snezana gucken.

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5 Gedanken zu „Mit Bewegung der Dunkelheit trotzen – erste Überlegungen zum Wildgans Qi-Gong

  1. Du kannst natürlich auch Einheiten à zwei Übungen bilden und diese festigen, wenn’s für dich besser passt. Und diese täglich üben. Das geht fix und du hast schnell Erfolgserlebnisse. Fünf Übungen brauchst du übrigens nur einmal lernen, die sind nämlich doppelt. 🙂

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  2. Pingback: Den richtigen Rhythmus finden | Wildgans Qi Gong

  3. Pingback: Testserie auf www.cafeclia – Gesundheitsblog | Wildgans Qigong Lehr-DVD

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